Platz 7 im elektrischen Cup bei der Saarland-Pfalz Rallye

St. Wendel, Deutschland – Die vierte Station des ADAC Opel Electric Rally Cup 2025 brachte für das Infypower chargebyte e-Rally Team erneut ein auf und ab. Der erste Rallyetag zeigte einmal mehr, wie anspruchsvoll die Prüfungen bei diesem DRM-Lauf sind. Auf den Zeitenlisten fand sich das Team zunächst nur im hinteren Drittel wieder. Auf der abschließenden Freitagsprüfung, einem 18 Kilometer langen Rundkurs namens „Windpark“, bei dem mehrere Male ein großer Sprung zu bewältigen ist, kam es zudem zu chaotischen Szenen. Mehrere Teilnehmer liefen aufeinander auf und mussten auf der Strecke überholen. Auch Wittenbeck und Kugler waren betroffen. „Wir mussten einmal mit der halben Seite ins Gras, um abzubremsen, und hatten dann ein Fahrzeug vor uns, das im Schotter unterwegs war und uns die Sicht im Staub komplett genommen hat“, schilderte Kugler. Mit Platz 11 von 14 Startern endete der Freitag enttäuschend.

Der Samstag brachte jedoch die Wende. Mit mehreren sechstbesten Zeiten kämpfte sich das Duo Platz für Platz nach vorne und schloss den Tag schließlich auf Rang 7 ab. Co-Pilot Maximilian Kugler resümierte: „Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit unserer Leistung. Natürlich ist es schade, dass es am Ende nicht für den 6. Platz gereicht hat, dennoch nehmen wir ein gutes Gefühl mit und freuen uns auf den nächsten Halt in Frankreich.“ Vor den letzten vier Wertungsprüfungen lag Platz 6 noch 10,1 Sekunden entfernt, am Ende fehlten lediglich 4,5 Sekunden für die nächste Position. Besonders bemerkenswert: Während das Team am Freitag noch durchschnittlich 1,45 Sekunden pro Kilometer langsamer als die Spitze war, konnte es den Rückstand am Samstag auf nur noch 0,91 Sekunden pro Kilometer reduzieren. Ein entscheidender Faktor war dabei das Reifenmanagement. Hatte das Team in den vergangenen Rallyes immer wieder Schwierigkeiten, den richtigen Reifendruck zu finden, lief es dieses Wochenende nahezu perfekt. „Wir konnten die Reifen im idealen Fenster halten. Das hat uns sehr geholfen, konstant gute Zeiten zu fahren“, so Wittenbeck.

Auch wenn das Ergebnis auf dem Papier nicht spektakulär wirkt, zeigte sich das Team zufrieden mit der Entwicklung. Fahrer Johannes Wittenbeck ergänzt: „Wir haben uns im Vergleich zur zweiten Saisonhälfte 2024 nochmal deutlich gesteigert. Nur ist das Fahrerfeld in diesem Jahr im Durchschnitt einfach nochmal so viel schneller, dass es an den Positionen nicht wirklich zu erkennen ist. Das Niveau im Cup ist einfach extrem hoch. Aber genau diese Challenge wollen wir. Deshalb sind wir hier.“ Durch das Ergebnis bei der Saarland-Pfalz Rallye konnte sich jedoch das Team den 6. Platz in der Meisterschaft zurückholen. Diesen Rang teilen sich Wittenbeck/Kugler aktuell punktgleich mit dem österreichischen Duo Marcel Neulinger und Jakob Ruhsam. Den Sieg bei der Saarland-Pfalz Rallye sicherte sich erneut das belgische Duo Tom Heindrichs und Jonas Schmitz. Mit diesem Erfolg rückten sie in der Meisterschaft wieder näher an die spanischen Spitzenreiter Álex Español und Borja Odriozola heran, die sich an diesem Wochenende mit Rang 4 zufriedengeben mussten. Für das bayerische Rallyeteam geht es nun in der ersten Septemberwoche weiter zur Rallye Mont-Blanc Morzine in Frankreich, wo sie an die starke Leistung des Vorjahres anknüpfen wollen.